Nordkap und Honningsvåg

Der 71. Breitengrad geht geradewegs durch das kleine Nest Honningsvåg. 2500 Einwohner teilen sich die Insel mit ca. 6000 Rentieren und 150000 Touristen im Sommer. Die Arbeit kann beginnen…

Ich reise am 17. Mai an, das ist der Nationalfeiertag in Norwegen. An diesem Tag feiern die Norweger ihre Verfassung, die 1814 in Eidsvoll erlassen wurde.

Auf dem Hurtigruten-Schiff gibt es eine Flaggenhissung, an einem Hafen (s. Bild) spielt eine kleine Marching-Band. Lustig: Beim Frühstück rennt ein Maat mit einer Musikanlage durch das Schiff und beschallt die nichtsahnenden Touristen mit der Nationalhymne.

Traditionell wird hier, wie in ganz Finnmark, Fisch hergestellt. Der Stckfisch (s. Bild) ist tatsächlich noch aktuell. Seit ewigen Zeiten wird der Dorsch zwei Monate lang einfach an der Luft getrocknet. Danach ist er hart und bis zu zehn Jahre haltbar!

Direkt vom Hafen geht es ans Nordkap, das komplett in Nebel gehüllt ist (s. Bild). Ich werde in den nächsten Wochen das legendär unbeständige Wetter auf „Magerøya“ (die Insel, auf der das Nordkap liegt) kennenlernen.

Interessant ist, dass es nur durchschnittlich -4° kalt wird im Winter. In Karasjok im Inland wurden bis -52,6° gemessen, die kälteste Temperatur in Norwegen überhaupt.

Ich bin also auf den Bahamas der Arktis!

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Von Benjamin

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